Rückblick: Jornadas Hispánicas 2016 - Greifswald

18.12.2016

Die Jornadas Hispánicas 2016 fanden vom 15. bis 17. September in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald statt. Nach der erfolgreichen Durchführung der Jornadas in Münster (2012) und Bremen (2014) entschied der Spanischlehrerverband, dass der Moment gekommen wäre, den Kongress erstmalig in den neuen Bundesländern stattfinden zu lassen. Die Jornadas Hispánicas sind der größte Spanischlehrerkongress Deutschlands, der dieses Jahr das Motto "Intersecciones: Welten in Kontakt im Spanischunterricht" hatte und den dieses Jahr mehr als 300 Teilnehmer der spanischsprachigen Welt sowohl national als auch international besuchten.

Bei der Eröffnung des Kongresses am 15. September hießen Prof. Dr. Johanna Eleonore Weber, Rektorin  der Universität Greifswald, Dr. Sylvia Schönfeld im Namen des Bürgermeisters, die spanische Botschaftsrätin Mercedes de Castro Ruiz sowie Prof. Dr. Andrea Rössler, Vorsitzende des Deutschen Spanischlehrerverbandes, die Gäste im neuen Hörsaal der Universität willkommen, der ebenfalls seine Premiere erlebte. Die Begrüßung und Moderation übernahm der Initiator der Jornadas in Greifswald Carlos González Casares.
Anschließend konnte der Plenarvortrag von Dr. Daniel Cassany (Universidad Pompeu Fabra de Barcelona) genossen werden. Unter dem Titel "Das moderne Klassenzimmer des Spanischunterrichts"  thematisierte besagter Vortrag die Herausforderungen denen sich der Spanischlehrer des 21. Jahrhunderts gegenüber sieht.
Im Anschluss erhielten alle Gäste während einer Pause die Möglichkeit, die Kollegen zu begrüßen, sich auszutauschen oder sich an einem kalten Büffet zu stärken, das liebenswürdigerweise durch den Verlag Cornelsen bereitgestellt wurde. Doch hier endete der Abend noch nicht. Das Programm  des ersten Kongresstages wurde erweitert durch eine Filmvorführung. Zunächst hielt Luis Miguel Rodriguez, Fachmann im Bereich Kino, einen informativen Vortrag zur Regisseurin Icíar Bollaín des Films El Olivo, der daraufhin präsentiert wurde - eine bewegende und wunderbare Geschichte, die keinen  der Zuschauer unberührt ließ. Ein sommerliches Klima bestimmte diesen schönen Abend, der durch die Kinovorstellung ausklang. Die Gäste zogen sich anschließend zurück, um während des folgenden Tages mit wachen Augen an den sieben Intersecciones teilnehmen zu können.

Am Freitag, dem 16. September begannen die Workshops, die thematisch zugeordnet waren. Sie erhielten deshalb den Namen "Intersecciones", weil in jedem Workshop zwei oder mehr Aspekte des Lehrens und Lernens des Spanischen als Fremdsprache verbunden werden sollten. Die einzelnen Veranstaltungen beinhalteten verschiedene Themenbereiche wie z. a. Geschichte, Politik, Kultur, Literatur, Kunst, Kino, Technologie, Interdisziplinarität, Evaluation, Kreativität, interkulturelle Aspekte, Kompetenzen oder Bilingualismus. Insgesamt trugen 60 Referenten und Sektionsleiter zur inhaltlichen Gestaltung der Workshops bei.
Die Ausstellung des Kongresses konnte in einem 300m2  großen Zelt besucht werden, das  speziell dafür im Hof der Universität errichtet wurde. Dort exponierten nicht nur Verlage,  sondern auch fachgerechte Büchereien, Sprachschulen, Institutionen und Projekte, die sowohl in Deutschland als auch auf internationaler Ebene mit dem Spanischen in Verbindung stehen. Von großen Verlagen bis kleinen Buchläden aus Berlin über das Instituto Cervantes bis hin zum Projekt SEAGULL präsentierten sich insgesamt 30 Aussteller auf mehr als 80 Metern Standfläche. Im gleichen Zelt war auch der Service untergebracht, der den Teilnehmern während der Pause Kaffee oder Tee darreichte. Besonders zu erwähnen ist die freundliche Zusammenarbeit mit Turismo y Planificación Costa del Sol und dem Projekt SIELE, dank derer man regionale Köstlichkeiten aus Málaga und leckeren Kuchen genießen durfte.
Zur Mittagszeit fand die Mitgliederversammlung des DSV (Deutscher Spanischlehrerverband) statt, in der die Wiederwahl des Vorstandes einstimmig erfolgte.
Dieser arbeitsreiche Tag wurde abgerundet durch eine Diskussion am "runden Tisch" unter dem Titel: "SpanischlehrerIn werden: ein kritischer Blick ins Lehramt Spanisch". Kathrin Sommerfeldt moderierte die Gesprächsrunde, in der eine Studentin und vier LehrerInnen das Wort hatten. Die LehrerInnen repräsentierten die unterschiedlichlichen Phasen des deutschen Systems der Lehramtsausbildung. Weiterhin saß am "runden Tisch"  Miguel García Caraballo, Berater für Erziehung an der Spanischen Botschaft, der eine Sicht von Außen auf die Dinge beitragen konnte.    

Dank der freundlichen Unterstützung des Klett-Verlages konnten alle Gäste abends das warme Büffet genießen, das typische regionale Gerichte der Küche Mecklenburg-Vorpommerns anbot. Einfach lecker! Begleitet wurden diese kulinarischen Köstlichkeiten von spanischsprachiger Live-Musik.

An diesem Abend wurde auch die stellvertretende Vorsitzende des DSV, Ursula Vences, geehrt, die mit ihren 75  Jahren einen großen Teil ihres Lebens dem deutschen Spanischlehrerverband gewidmet hat. Nicht zuletzt ist es ihr zu verdanken, dass der Verband mit einer Anzahl von mehr als 2600 Mitgliedern weltweit die zweitgrößte Vereinigung von Lehrern der spanischen Sprache ist.

Die Stadt Greifswald feierte ebenfalls ihre traditionelle Kulturnacht, die von vielen Teilnehmern genutzt wurde, um nach dem Essen den Abend mit Tanz und Musik ausklingen zu lassen.

Der letzte Kongresstag am Samstag, dem 17. September begann mit einem interessanten und fruchtbringenden Vortrag über spanische und lateinamerikanische Kinder- und Jugendliteratur von Ana Garralón, frischgebackene Preisträgerin des Premio Nacional de Fomento de la Lectura 2016 durch das Kulturministerium Spaniens.

Das schöne Wetter begleitete die Kongressteilnehmer bis zum Schluss, sodass alle im weiteren Verlauf des Vormittages die Sonne während der Workshops und bei der Ausstellung genießen konnten. Gegen Mittag endete der Kongress.

An dieser Stelle möchten wir allen herzlich danken, die unsere Veranstaltung besuchten, sie mit Inhalten bereicherten, referierten, die Intersecciones leiteten, die Schulbuchverlage repräsentierten, uns nicht nur während der Durchführung, sondern auch bei der Vor- und Nachbereitung des Kongresses unterstützten wie das Organisationsteam und die Studenten und natürlich den Mitarbeitern der Universität Greifswald. Durch ihre Hilfe konnten die Jornadas ein wirklicher Erfolg werden.


Wir sehen uns bei den nächsten Kongressen!

Im Namen des Organisationsteams:
Carlos González Casares

Mehr Informationen unter http://jornadas.fmz.uni-greifswald.de/ und https://twitter.com/JornadasDSV

 

 

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